Da rauchten die Köpfe. Fußball-Landesligist FSV Malchin hatte unter der Woche Schwerstarbeit zu verrichten. Es galt, eine neue Formation einzustudieren. Quasi im Schnelldurchlauf muss die Elf umgekrempelt werden, um für den wichtigen Heimspielauftakt in der Landesliga gerüstet zu sein.

Die 93. Minute im Warener Müritzstadion schmerzte. Nicht nur, weil in diesen Sekunden klar wurde, dass die Malchiner Elf (wieder einmal) eine Niederlage bei den 09ern einstecken musste – sondern vielmehr, da es noch eine Rot-Sperre hagelte. Nach einer Notbremse wurde Hannes Jähnke vom Feld geschickt. Er wird fehlen, wenn es am Sonnabend auf dem Kunstrasen gegen Empor Richtenberg geht.

Der Malchiner Elf gehen die Verteidiger aus. Neben Paul Asmus, Nico Libnow und Florian Hensel war am letzten Wochenende auch Max Röhr – zurück aus einer Verletzung – nicht einsatzfähig. Allesamt Defensivspieler. So bildeten Theo Ullrich und Hannes Jähnke die Innenverteidigung. Ohnehin spielt Jähnke seit Mitte der Hinrunde bei den Malchinern durchaus überzeugend den Abwehrboss, statt des Knipsers; denn es fehlten schlichtweg personelle Alternativen.

Nun, ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Duell gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, müssen die 1919er wieder ihre Formation ändern.

Am Sonnabend um 14:30 Uhr freut sich Fußball-Malchin, trotz der herausfordernden Umstände, auf die Rückkehr der Landesliga. Nach zuletzt drei Auswärtsspielen in Serie geht’s endlich wieder vor dem eigenen Anhang um richtige Punkte. „Ich denke, wir werden eine gute Lösung für die Abwehr finden. Wir wissen ja, dass man ein Tor mehr machen muss als der Gegner, um die Zähler bei uns zu lassen“, gibt Malchins Trainer Marcus Budniak die Richtung für das Heimspiel vor. 


Eine Abwehrformation? Aaron Kruschel wurde vom Offensiv- zum Defensivmann umgeschult.
Der Youngster kam schon einige Male als Innenverteidiger zum Einsatz.