Die Landesliga ist zurück! Für die Malchiner geht’s los mit einem „Klassiker zum Vergessen“ und einem Match, welches einen klaren Favoriten sieht.
Die Fußballer scharen schon mit den Stollen-Hufen: Nach drei Monaten ohne Wettbewerbs-Begegnungen beginnt am Wochenende in der zweithöchsten Spielklasse des Landes wieder der Ligabetrieb. Während der Kampf an der Spitze eher eintönig ist, wird’s im Tabellenkeller bunt: Der Laager SV, der Empor Richtenberg, der FSV Malchin, der 1. FC Neubrandenburg und die Friedländer TSV sind da längst nicht aus dem Schneider und brauchen jeden Punkt.
Statistisch belegt ist es ein Klassiker zum Vergessen für die Malchiner FSVer, wenn es zur Jahrespremiere in die Nachbarstadt geht; für die Kicker von der Müritz ist der Auftakt hingegen scheinbar nicht mehr als eine lästige Pflichtaufgabe – eine günstige Heimmission erwischt hat der SV Waren 09 beim ersten Punktspiel 2025; für Malchin jedoch wird es schwer werden: Da die 1919er ohnehin schon reichlich Probleme auf fremden Plätzen haben, wird die kurze Auswärtsreise für die Peenestädter alles andere als ein Trip des Amüsements sein.
Seit 1983 trafen beide Truppen 25 Mal im Müritzstadion aufeinander. Bei 24 Begegnungen hieß der Sieger nicht FSV Malchin. In den letzten 40 Jahren gab es dort 16 Heimsiege für die von Matthias Wackerow gecoachte Truppe; achtmal trennten sich beide Auswahlen mit einem Remis.
Das große Problem der jungen Malchiner Elf wird schnell klar: Eigentlich nie in dieser Saison bekamen Jähnke und Co. ihre Deckung in den Griff. Mit 29 Gegentreffern in 13 Spielen stellt die Mannschaft von Marcus Budniak eine der löchrigsten Abwehrreihen der Liga. Diese Schwäche konnte auch in den Testspielen nicht abgestellt werden und macht die blutjungen Malchiner zu einem Abstiegskandidaten. In der Generalprobe setzte es für die Vorderleute von Malte Emberger satte sechs Gegentreffer. Im Heimspiel gegen die Reserve der Neustrelitzer TSG blieben die Platzherren chancenlos und können nur wenig Aufbauendes für das bevorstehende Duell mitnehmen.
Die Abwehr-Löchrigkeit könnte für die flotten Müritz-Akteure um Oldie Tobias Täge zum Pluspunkt und entscheidenden Faktor werden. Auch, was das Personelle angeht, darf man gespannt sein: Während Marcus Budniak seinen Malchinern ein junges Gesicht verpasst hat – es wird mit Georgios Poulios, Theo Ullrich, Tim Andrys, Jaro Meschzan, Justin Haack und Lucian Peters mindestens ein Sechstett aus A-Junioren im Aufgebot stehen – gibt es bei den 09ern für die Aufstellung noch einige Fragezeichen. Zuletzt mussten sie – auch wegen vieler Ausfälle – sogar ein Testspiel absagen.
Los geht’s auf dem Müritzsportplatz in der Warener Eichholzstraße am Sonnabend um 14 Uhr.