Das ließen sich Tim Andrys und Georgios Poulios nicht nehmen: Trotz der schwierigen sportlichen Situation nahmen die beiden Kicker des Landesliga-Kaders an der Mitgliederversammlung des FSV Malchin teil. Das fand bei den Besuchern Anklang.
 
Auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Fußballvereins sind sie am Fritz-Reuter-Platz mächtig stolz. Weit über die Grenzen der Mecklenburger Schweiz hinaus sind die Malchiner Nachwuchskicker für ihr Potenzial und Können bekannt. Das musste natürlich gefördert werden. „In den letzten Jahren haben wir unheimlich viel in den Nachwuchs investiert. Diese Entwicklung wollen wir kontinuierlich weitergehen und optimieren“, erklärte Eberhard Hoth aus dem Vorstand.
 
Für Verständnis, dass dieser Prozess nicht von ganz alleine voranschreitet, warb der Vorstand bei Stadtverwaltung und Sponsoren. 280 Mitglieder – und damit ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr – beheimatet der Malchiner FSV. Elf Nachwuchsteams in unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen sind das Fundament des Vereins und prägen das Leben der Peenestadt nachhaltig. Die rot-weißen Farben sind dieserorts nicht nur bei Tobeland, Sportfesten, Oster-Events oder dem Sportlerball präsent.
 
Am Freitagabend bat der Malchiner Fußballverein zu seiner Mitgliederversammlung. Auch Rathaus-Chef Axel Müller war der Einladung gefolgt und offenbarte den wenigen anwesenden Mitgliedern Interessantes: Er stellte in Aussicht, dass sich die Sportler der Stadt Malchin auf Zuwendungen in Höhe von über zwei Millionen Euro freuen dürfen. Soviel Geld soll in den kommenden Jahren in die Erneuerung des Kunstrasenplatzes sowie der Sporthalle Am Zachow investiert werden; vorausgesetzt, die offiziellen Förderstellen spielen mit. Ebenso gab er bekannt, dass im Sommer endlich die Flutlichtanlage im Stadion fertiggestellt sein wird – ein Licht, das allen Sportlern zugutekommt und die Trainingsbedingungen erheblich verbessern dürfte.

Über 60.000 Euro will der Verein aus eigenen Mitteln in sein Eigentum stecken. Das Clubheim am Fritz-Reuter-Platz soll mit neuen Duschen ausgestattet werden und zudem ist nach einem Wasserschaden die Erneuerung des Fußbodens notwendig geworden. Hinzu kommen weitere, reichliche Investitionen in die Sportstätten der Stadt. 

Diese Aussicht beeindruckte nicht nur Tim Andrys und Georgios Poulios. Die Perspektivkicker haben einen anderen wichtigen Auftrag vom Plenum mitgegeben kommen. „Wir haben einen Umbruch eingeleitet. Die junge Elf muss sich ein wenig an die Situation gewöhnen“, erklärte Vorstandsmitglied Martin Bauer, der die beiden Youngster in seinem Bericht mehrfach einband. In der zweithöchsten Spielklasse des Landes Mecklenburg-Vorpommern stehen die 1919er auf einem Abstiegsplatz und wollen am liebsten mit dem eigenen Nachwuchskader um dieses aufmerksame Duo den Landesligastandort sichern. Das wird eine Herkules-Aufgabe. 

Mit Dietmar Schünemann und Christin Hecht wurden zwei Nachwuchstrainer ausgezeichnet. Der Verein bedankte sich auf der Mitgliederversammlung außerdem mehrfach bei allen Helfern, die den umfangreichen Trainings- und Spielbetrieb absichern.